Werben.

Werben ist eine Churfürstlich-Brandenburgische Stadt an der Elbe / in welche allhier gegen über die Havel fället / in der alten Markt Brandenburg / und an einem zur Bevestigung gar bequemen und tauglichem Orte gelegen; wie dann An. 1631. der König aus Schweden Gustav Adolf diesen Ort / als er vom Grafen von Ostenburg / und Obristen Baudis war eingenommen worden / von solcher Importanz befunden / daß er daselbst sein Lager geschlagen und sich verschantzet / hernach von dar aus dem Käiserlich-Ligistischen General Tilly gegen Wolmarstatt entgegen gezogen / und mit selbigem bey denen Dörffern Borchstal / Anger und Nyendorff ein blutiges Scharmützel gehalten / worinn die Käiserlichen unten gelegen. An. 1636. ward Werben von denen Käiserlich-Chur-Sächsischen eingenommen / kam aber noch selbiges Jahr nach der Schlacht bey Witstock / in schwedische Gewalt / worauf es das folgende Jahr den 6. Augusti die Käiserlichen abermals entzogen. An. 1640. haben die Brandenburgischen das Städtlein / darinn sich die Schwedenischen oft aufhielten / an Thoren und Mauren eingerissen / hergegen die Schanz daben stark besetzet / die man nachgehends An. 1641. Zeit währenden Stillstandes der Schwedisch- und Brandenburgischen Waffen auch einreissen und schleissen lassen.