Die kurbrandenburgischen Garnisonen in der Altmark im 17. Jahrhundert.

Vom Geheimen Archivrath v. Mülverstedt in Magdeburg.

In mehr als einer Beziehung gewährt es ein Interesse, zu erfahren und festzustellen, welche Ortschaften in einzelnen Landestheilen mit ständigen Garnisonen belegt worden sind, sowie wann und wie oft in ihnen ein Wechsel eingetreten ist. Theils strategische, theils ökonomische Gründe walteten offenbar bei der Wahl der Garnisonen ob: die Hinsicht auf die eventuelle, immer bereite Vertheidigung eines Landestheils gegen feindliche Einfälle aus einem Nachbarstaate, die Sicherung einzelner größerer befestigter Städte und zumal wirklicher Festungen oder Forts, endlich die Ermittlung von Ortschaften und Distrikten, in welchen sowohl passende Quartiere für die Heeresabtheilungen existirten oder leichter zu beschaffen waren, als auch solcher, in denen der Unterhalt namentlich der Kavallerie gut zu ermöglichen war.

Die Entwickelung der brandenburgischen Kriegsmacht läßt in ihrem Verlaufe alle obigen Rücksichten recht deutlich erkennen. In den Anfängen des brandenburgischen Heerwesens, d. h. bald nach der Bildung wenn auch nur für kürzere Zeit bestehender Truppenkörper, wurden außer der Residenz zunächst allein die festen Plätze, die nach den Regeln der Kriegskunst bewehrten Ortschaften, für ständige Besatzungen ausersehen und ihre Garnisonen („Festungsgarden") waren fast ohne Ausnahme kontinuierliche, dauernd beibehaltene. So sehen wir in der Mittel- und Neumark zuerst Küstrin, Spandau, Frankfurt (obwohl keine Festung im strengen Sinne), daneben noch Oderberg, Driesen und Peitz mit stehenden Besatzungen belegt. Andere Städte und sonstige Ortschaften in den genannten und anderen Landestheilen wurden unter Kurfürst Georg Wilhelm von den während der Kriegszeit errichteten größeren und auf einen längern Bestand berechneten Truppenkörpern (Regimentern) stets nur für kürzere Zeit mit Garnisonen versehen, und zwar nur selten war ein Regiment vollständig an einem und demselben Orte und beständig einquartiert; die damaligen Kriegszustände forderten ein fortwährendes Hin- und Herziehen nach den von den feindlichen Korpsschaaren des Kaisers und des Schwedenkönigs bedrohten oder schon besetzten Gegenden oder nach den Landesgrenzen und in die festen Plätze zur Verstärkung der dortigen Garnisonen, um dem zu befürchtenden Angriffe widerstehen zu können. Eine dauernde, ein oder gar mehrere Dezennien währende Besatzung in denjenigen Städten und Ortschaften, welche nicht zur Kategorie der Festungen gehörten, trat erst zur Zeit des Kurfürsten Friedrich Wilhelm und zwar erst gegen das Ende seiner Regierung ein, da bis dahin die fortwährenden Kriege, in welche der Kurfürst vom Jahre 1656 bis 1660 und dann von 1672 bis fast an sein Lebensende verwickelt war, bald beständige Märsche im Innern des Landes, bald das Ausrücken nach den Grenzen des Staates oder in das Feindesland erforderlich machten. Hierzu kam auch noch, daß zu verschiedenen Zeit dem Kaiser gleichwie auch einmal dem Könige von Polen Hülfstruppen gegen dessen und des Reiches Feinde zu stellen waren, wodurch mehrere Ortschaften (und auch die Festungen) ihre Besatzungen, wenn sie nicht völlig abgezogen, doch geschwächt oder verringert sehen mußten.

Es war ein militärischer, im strategischen Interesse festgehaltener Grundsatz der damaligen, aber auch noch der spätern Zeit, einen größeren Truppenkörper --- ein Regiment --- keineswegs an einem Orte dauernd als Besatzung bestehen zu lassen, vielmehr wurden seine einzelnen Bestandtheile (ganze und halbe Kompagnien, selbst noch kleinere Bruchtheile derselben) in verschiedene nahe beieinander und vom Regimentsstabsquartier nicht weit entfernte Ortschaften vertheilt und nur selten hatte ein Regiment weniger als 2 oder 3 Standquartiere. So fand dies auch noch unter den beiden Nachfolgern des Großen Kurfürsten statt.

Es leuchtet ein, daß die Feststellung der Garnisonorte im preußischen Staate in der Vorzeit nicht nur in militärgeschichtlicher Hinsicht, sondern auch für die Spezialgeschichte einzelner Landestheile und Ortschaften von Werth und Wichtigkeit sein muß. Im 17. Jahrhundert war es freilich --- im Gegensatz zu heute --- vielen Städten und Städtchen zu Kriegs- oder Friedenszeiten keineswegs erwünscht, eine wenn auch nur vorübergehende Belegung zu erhalten. Man betrachtete damals nicht selten die Garnisonen als eine Last, nicht als eine Lust und eine heute entgegenkommende Bereitwilligkeit zur Beschaffung geeigneter Quartiere oder gar zum Kasernenbau wird sich in jener Zeit wohl nur selten oder gar nicht nachweisen lassen.

Leider entbehrt die Militär-Litteratur noch immer eines Werkes, welches eine Betrachtung und Uebersicht der Garnisonorte im preußischen Staate während des Bestehens der alten Armee (d. h. bis zum Jahre 1806) enthält. Die aus der Friedricianischen Zeit stammenden Ranglisten und die sonstigen militär-historischen Werke (Seyfart, Pauli und Marggraff) sowie die Geschichtswerke über die in sehr geringer Zahl noch bestehenden, im 17. und 18. Jahrhundert errichteten Regimenter, führen die Garnisonen (wenn auch nicht übersichtlich) an, allein die ersteren unvollständig und nur für die Zeit ihres Erscheinens, sodaß es für den Zeitraum bis zum Jahre 1740 herab an bestimmten Nachrichten fehlt, zumal für die nicht mehr bestehenden Regimenter und Truppenkörper. Nur sehr mühsam läßt sich für das 17. Jahrhundert und die ersten Dezennien des folgenden die Kenntniß der Garnisonorte der preußischen Armee gewinnen. Wir versuchen im Folgenden dies für einen Theil des preußischen Staates, für die Altmark Brandenburg.

Die Altmark befand sich im völligen Gegensatze zu den übrigen brandenburgischen Staaten, was ihre Lage und Sicherheit vor feindlichen Einfällen betraf. Nördlich und westlich von den braunschweigischen Fürstenthümern umgeben, südlich und östlich (sowie durch die Elbe getrennt) an das Erzstift Magdeburg stoßend, auf welches seit 1648 der Kurfürst von Brandenburg die Exspektanz zur Einverleibung in seine Staaten erhalten hatte, besaß sie keine einzige Festung im eigentlichen Sinne, von der „Werbener Schanze" abgesehen. Demzufolge bestand keine Nothwendigkeit, sie schon früh mit ständiger Garnison zu versehen, und nur das letztgenannte Fort wurde schon während des dreißigjährigen Krieges mehrmals von brandenburgischen Truppen (immer in schwacher Zahl) besetzt. Zu seiner Zeit hat in der Altmark ein Garnison- oder Landregiment gestanden, ebensowenig als Artilleristen oder Ingenieure hier eingelegt waren. Nur Infanterie-Regimenter und schwere Reiterei, im 18. Jahrhundert aber auch ein 1717 von einem Reiter-Regiment umgeformtes Regiment Dragoner und zwar von jenem ein Regiment, bildeten vom Anfange des 18. Jahrhunderts ab die militärische Besatzung der Altmark, der auch keins der mehreren Garnison-Grenadier-Bataillone zur Zeit König Friedrichs II. zum Standquartier angewiesen war.

Die beiden Regimenter, die allein in der Altmark im 18. Jahrhundert in Garnison standen, und über welche ich in diesen Blättern (XIX. S. 1---36) schon früher Mittheilungen gemacht habe, waren das Infanterie-Regiment Nr. 27 (alter Zählung) und das Kürassier-Regiment Nr. 7. Das Leib-Regiment zu Pferde, welches nicht ganz kurze Zeit dauernd in der Altmark gestanden hatte, besaß 1739 an verschiedenen Orten des Herzogthums Magdeburg seine Standquartiere; vermuthlich seitdem 1711 das wie erwähnt 1717 in ein Kürassier-Regiment verwandelte Dragoner-Regiment Sonsfeld errichtet war, welches dann seine Garnison in der Altmark erhielt und bis zu seiner Auflösung im Jahre 1806 stets dort behalten hat. Das Kürassier-Regiment lag im Jahre 1739 zerstreut in den Städten Stendal, Tangermünde, Osterburg, Werben, Arendsee, Arneburg und Seehausen, doch hatte eine Kompagnie in Lenzen in der Priegnitz ihre Garnison. Sie wurde indeß im März 1739 nach Calbe a. M. verlegt. Die Rang- und Quartierliste von 1753 giebt aber nur Stendal und Tangermünde als die einzigen Garnisonen des Regiments an. Das Infanterie-Regiment Nr. 27 hatte von altersher seine Garnison in Stendal und Salzwedel. Hier hat es wohl seit seiner 1718 erfolgten Stiftung gestanden.

Während so im 18. Jahrhundert eine Regularität in der militärischen Besatzung der Altmark allein durch zwei Regimenter (eins zu Pferde und eins zu Fuß) bestand (zumal die Altmark durch die Kriege jenes Jahrhunderts äußerst wenig berührt wurde), walten im 17. Jahrhundert hinsichtlich der altmärkischen Garnisonen und der Stärke der dortigen Besatzungen von jenen ganz verschiedene Verhältnisse ob.

Von diesen hier kurz zu handeln ist der Zweck der folgenden Mittheilungen, die aus dem Grunde Vielen vielleicht erwünscht sind, weil sich die Frage, welche Ortschaften der Altmark im Laufe des 17. Jahrhunderts für kürzere oder längere Zeit Theile der kurbrandenburgischen Armee zur Besatzung gehabt haben, nicht ohne Schwierigkeiten und eingehende Forschungen beantworten lassen dürfte.

Bevor der Schutz eines Landes einer militärisch organisirten aus angeworbenen Kriegstüchtigen, kriegserfahrenen und geschulten Soldaten bestehenden Streitmacht anvertraut wurde, war es die „Lehnsmiliz", welche in der Defensive und Offensive jene Aufgabe zu erfüllen hatte, d. h. die Ritterschaft mit ihren Untersassen und die Städte, welche insbesondere für die Bestellung des Vorspanns der Geschütze, der Rüst- und Proviantwagen zu sorgen verpflichtet waren, woran aber auch die Klöster Antheil zu nehmen hatten. Der junge Adel ließ sich gern bereit finden, in Kriegscorps einzutreten, welche der Landesherr erprobten Führern zu errichten befahl, um sie Kriegszügen im Interesse seiner Politik oder zur Erfüllung seiner gegen andere Fürsten übernommenen Verpflichtungen zu gebrauchen. In dieser Beziehung verweise ich auf meine im 22. Jahreshefte dieser Blätter S. 51 ff. gemachten Mittheilungen, die ganz besonders auch die Altmark betreffen. Damals --- im Jahre 1587 --- befand sich der brandenburgische Staat nicht im Kriegsnöthen; anders aber sah es im Jahre 1656 aus, als der Krieg mit Polen entbrannte, dessen übermächtige Kriegsschaaren in Ostpreußen eingefallen waren und auch die Neumark bedrohten. Wir wissen, daß Kurfürst Friedrich Wilhelm in jenem Jahre und schon das Jahr zuvor zahlreiche Regimenter zu Fuß und zu Roß errichtet hatte, um seinen Feinden wirksam begegnen und sie von den Grenzen seines Staates fern halten zu können, was er auch durch den glänzenden Sieg in der dreitägigen Schlacht bei Warschau im Juli 1656 erreichte. Aber in Anbetracht der Gefahren, die seinem von Truppen fast ganz entblößten Staate durch die Feindseligkeiten anderer dazwischen tretenden Fürsten entstehen konnten, suchte er für seine in den Ostgrenzen seines Landes stehende Kriegsmacht einen wenigstens nothdürftigen Ersatz durch das Aufgebot der Lehnsmiliz der einzelnen Landestheile zu schaffen. Was die Mark anlangte, so fand infolgedessen die Organisation des Aufgebotes in Fußvolk und Reiterei statt, welche letztere in fünf Kompagnien zu je 100 Köpfen formirt wurde. Von drei dieser Kompagnien besitzen wir noch die Liste ihrer Offiziere;[1]^)^ die erste war aus der altmärkischen und priegnitzischen Lehnsmiliz gebildet und hatte zum Chef Erdmann v. Krusenmark als Rittmeister, während die Lieutenantsstelle von Ernst v. Grabow (aus der Priegnitz) und die des Kornets von Burchard Jakob v. d. Schulenburg bekleidet wurde.[2] Aber auch noch später ist die Lehnsmiliz in Kriegsläufen überall in brandenburgischen Staate aufgeboten worden und hier und dort auch neben den Feldregimentern und Bataillons aktiv gewesen.

Die Nachrichten, die uns über die ständigen oder nur vorübergehenden Quartiere der stehenden Truppenkörper der brandenburgischen Kriegsmacht im 17. Jahrhundert überliefert worden, sind sehr dürftig und lückenhaft. Dies gilt auch von der Altmark. Meine Studien über die Kriegsmacht des Großen Kurfürsten, die zu meiner größeren Werke geführt haben[3], ergeben glücklicher Weise verschiedene Nachrichten über die Quartiere einzelner Truppenkörper in der Altmark während der Zeit von 1640---1688. Sie finden sich in dem --- registerlosen --- Werke unter der Rubrik der einzelnen Regimenter und unter den urkundlichen Beilagen. Es erscheint aber angemessen, die folgende Darstellung dem gegebenen Thema zufolge nicht nach den einzelnen in der Altmark kürzere oder längere Zeit garnisonirenden Truppenkörpern, sondern nach den einzelnen Städten, in welchen dieselben zeitweise gestanden haben, anzuordnen.

Die vorhandenen Quellen, soweit sie zu meiner Benutzung gelangten, geben leider nicht immer die Namen der Städte (oder sonstigen Ortschaften) an, in welchen brandenburgische Truppen zu damaliger Zeit meistens nur vorübergehend ihre Standquartiere gehabt haben. Während einige Armeelisten die betr. Stadt benennen, begnügen sich viele andere mit der Angabe, daß das betr. Regiment „in der Altmark" seine Garnison habe. Auch die sonstigen Quellen enthalten keine spezielleren Angaben.

Die älteste Nachricht von dem Aufenthalt eines brandenburgischen stehenden Truppentheils in der Altmark datirt aus der Regierungszeit des Kurfürsten George Wilhelm. Es war dies das Regiment zu Fuß des Obersten George Volckmann, über das sowie über seinen Chef einige Kunde erhalten ist. Nach meinen Ermittlungen[4] ist das Regiment im Jahre 1633 oder kurz vorher von seinem Chef geworben und errichtet worden, dem zugleich das Kommando über die Leibgarde und die Kommandantenstelle in Brandenburg übertragen war. Es bestand fast stets aus 12, zeitweise aber auch nur aus 8 oder 10 Kompagnien. Im Jahre 1637 hatte es seine Garnison in Stendal, ob ganz oder nur theilweise läßt sich nicht feststellen und auch noch im Jahre 1638 heißt es, daß 8 Kompagnien „in der Altmark" und 2 in Landsberg gestanden haben. Danach ist es gleichfalls unbestimmt, ob die ersteren sämmtlich in Stendal lagen oder nicht vielmehr theilweise auch die Besatzung anderer Städte bildeten. Ist die Angabe richtig, daß schon 1638 Frankfurt und Berlin seine Garnisonen waren, so kann der Aufenthalt des Regiments in der Altmark nicht von langer Dauer gewesen sein. Die Reduktion des Regiments und die Entlassung seines Chefs war im Mai 1641 beschlossen und im August bereits ausgeführt.[5]

Außer den 8 Kompagnien des Volkmann'schen Regiments lagen im Jahre 1638 aber auch noch eine (selbständige) Kompagnie des Oberstlieutenants Monroy und 3 Kompagnien des Infanterie-Regiments des Generalmajors Hans Kaspar v. Klitzing in der Altmark.[6]

Die zweite Nachricht von dem Aufenthalt einer brandenburgischen stehenden Truppe in der Altmark datirt aus dem Jahre 1639. Es war dies die Eskadron oder Frei-Kompagnien zu Fuß, deren Chef der Oberlieutenant, Kriegsrath und Kommandant der Festung Peitz, Johanniter-Ordens-Komthur zu Werben, Burchard v. Goldacker, war, ein geborener Thüringer, geblieben als kaiser. Oberst am 25. März 1648.[7] Die Eskadron (die auch bisweilen nur „Frei-Kompagnie" genannt wird), war 1638 nur 200 Mann stark. Von der Truppe, die Goldacker befehligte, heißt es, daß sie 1639 in der Altmark und dann in Köpenick in Quartier gelegen habe[8] und daß er im genannten Jahre zur Besetzung der Werbener Schanze[9] --- dieses wichtigen Passes des Altmark --- kommandirt worden sei.[10] Wie lange sie, deren Stärke damals und noch 1640 auf 200 Mann angegeben wird[11], hier gelegen hat, ist ungewiß. Nach Einingen[12] soll die Eskadron oder Frei-Kompagnie 1641, nachdem ihr Chef in Untersuchung gerathen war, dem Trott'schen, frühe Alt-Kratz'schen Regiment einverleibt worden, nach Andern[13] aber im Jahre 1641 nach der Werbener Schanze verlegt sein.

Vom Jahre 1641 ab bis zum Beginn des polnischen Krieges im Jahre 1656 liegen keine Nachrichten über Garnisonen brandenburgischer Truppen in der Altmark vor, von da ab, in den Jahren 1656---1688 sind in ihr mehrere Regimenter theils für kürzere Zeit einquartirt, theils in bleibenden Garnisonen in ihre Städte eingelegt worden.

Von allen Städten der Altmark, deren es keine gab, die nicht zu irgend einer Zeit im 17. Jahrhundert brandenburgischen Truppen Quartier gegeben hätte, war Stendal diejenige, welche am häufigsten und längsten als Garnisonort verschiedener brandenburgischer Regimenter gedient hat.

Fußnoten

[1]Im Kurmärk. Ständearchiv zu Berlin Tit. XVIII. 2. Nr. 3.
[2]Von ihm sagt Danneil, Gesch. d. Geschlechts Sch. II p. 380: Er wählte den Soldatenstand, gab ihn aber später wieder auf. Dies ist nicht zutreffend; vermuthlich fand D. in einer älteren Stammtafel bei ihm die Bemerkung „Kornet" und zog daraus seinen Schluß. Indeß war er nicht Berufs-Soldat gewesen und findet sich nicht in den mir vorgelegenen Ranglisten der Armee des Großen Kurfürsten, die nur Henning Christoph 1673 Lieutenant beim Regt. Anhalt zu Pferde und Matthias Gebhard 1685 desgleichen und 1686 beim Regiment Strauß zu Pferde anführen. Ob der Lieutenant „Christoph Schulenburg," der 1645/46 beim Regt. Burgsdorff z. Pf. stand, dem Geschlecht angehört, ist zweifelhaft.
[3]Magdeburg, G. Baensch jun. 1888.
[4]Kriegsmacht des Großen Kurfürsten p. 469, 470.
[5]Meinardus Protokolle I. p. 253, 343.
[6]v. d. Oelsnitz Geschichte des 1. Infanterie-Regts. p. 56.
[7]Schon nach dem Einquartierungsprojekt vom 1. Dezbr. 1638 war die Goldacker'sche Kompagnie zur Besatzung der Werbener Schanze bestimmt, die im Sommer 1638 verloren ging, aber vor dem Dezember wieder genommen wurde. v. d. Oelsnitz Gesch. d. 1. Inf. Regts. p. 56. Vergl. Kriegsmacht p. 197 ff. Er war in kaiserliche Dienste getreten, gleich nach seiner Befreiung aus der Gefangenschaft, in die er wegen seiner Theilnahme an Rochows und Krachts Verhalten gerathen war (Meinardus Protokolle I. p. 253).
[8]v. d. Oelsnitz Gesch. d. 1. Inf. Regts. p. 56.
[9]Zeitschr. d. Vereins f. d. Gesch. Berlins 6. Heft (1872) p. 6.
[10]v. Mörner, kurbrandenb. Kriegsobersten p. 101, wo er irrig Oberst heißt.
[11]v. Courbiére, Heeresverfassung p. 11, 12.
[12]König Mil Phanteon III. p. 103. Vergl. v. d. Oelsnitz Gesch. des. 1. Inf. Regts. p. 66 und Courbière a. a. O.
[13]Marggraff im Soldatenfreund 41 p. 701, 702. Sie soll nach dieser Quelle damals nur 16 Mann gezählt haben.