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Nachdem das nun geschehen, sehen wir uns etwas nĂ€her zum 2. Theile dieser Arbeit aber, nĂ€mlich zur Heraldik des Heider Kreises, oder, richtiger gesagt, des Gebietes, das heutzutage Landkreis Heide genannt wird. Ich habe in Folgendem die Wappen berĂŒcksichtigt, die mir bei der BeschĂ€ftigung mit der Geschichte der Umgegend zu Gesicht gekommen oder in dem GroĂen Siebmacherschen Wappenwerk als zur Heider Umgegend gehörig bezeichnet sind. Es mag manches Wappen vertreten sein, das einer einstmals, vielleicht vorĂŒbergehend, hier sitzenden Familie angehört. Wollen wir eine bestimmte Einteilung haben, so können wir eine solche nach den Wappenbildern vornehmen und zwar zuerst die Wappen anfĂŒhren, die als sogenannte Heroldsbilder erscheinen, d. h. Teilungen des Schildes, Balken, PfĂ€hle, SchrĂ€g- und Spindelteilungen, Vierungen, Sparren u. dergl. Hierher gehören die von Heiligen mit einem # Querbalken im v. Felde; ihr Wappen befindet sich an der nördlichen Seitenwand in der SĂŒderau Kirche neben dem Epitaph des Valentin von Heidten, d. dessen Ahnen eine von Heiligen geheiratet. Von Radumsky mit einem l., mit 3 Rosen belegten Querbalken. Das bunt gemalte Wappen ist eins der 24 Wappen, die sich an der AuĂenseite des sogenannten Patronatsstuhles befinden. Von Zchau und von der Crutz (blau) mit senkrechtem # Pfahl; von Uttendörpen mit einem oben gezinnerten Querbalken (Schild); von Minnig, von B. und # durch einen senkrechten Spindelschnitt mehrmals quergeteilt; das Wappen befindet sich auf einem SchluĂstein des Gewölbes der Kirche in Sahlenburg. Von Traufchen mit einem Querbalken, ĂŒber dem und durch den ganzen Schild ein SchrĂ€grechtsbalken liegt. Die von Traufchen waren lĂ€ngere Zeit in Wittenbock ansĂ€ssig, noch 1692. Von Gesch und von Lechwyk mit einem Sparren im Wappen, das letztere Stammhaus war Lechwyk bei Heide; als letzten Lechwyk fand ich Christian von Lechwyk auf Dragstorf, der ein am 4. 2. 1701 geborene Tochter Marthe hatte. Von Woylau, gespalten in 4 Feldern von B. und G., abwechselnd quergeteilt. Die Familie war lange Zeit in Salsenhagen ansĂ€ssig, wo noch manche kirchliche GegenstĂ€nde an sie erinnern. Von Witzleben, durch aufsteigenden Sparrenschnitt vierfach geteilt von WeiĂ und Rot. Das Wappen ist in der Kirche zu Cirau. Von kleinen, heraldischfarben gilt, daĂ sie dem Adel des ganzen deut-