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Gebhards Stellung zur Kommende Braunschweig und Goslar. 109
auch den übrigen Actenstücken entspräche, wo stets Goslar und Braunschweig neben einander stehen. Dass der Adresse nicht auch „in Goslar“ beigefügt wurde, kann kaum besonders auffallen, weil Gebhard thatsächlich mehr in Braunschweig als in Goslar gewohnt zu haben scheint und er eine so bekannte und hervorragende Persönlichkeit war, dass ein Ortszusatz unnöthig erschien. Aus eben diesen Gründen können auch die braunschweigischen Herzöge den Zusatz zur Kommendatorwürde weggelassen haben. In Braunschweig war der Bortfelder überhaupt Generalpräceptor, in Goslar Kommendator; diese Bezeichnung würde demnach zunächst nach Goslar weisen.
Ob Gebhard nach Niederlegung der Herrenmeisterwürde auch sein Amt als Kommendator von Goslar niedergelegt hat, lässt sich bei dem lückenhaften geschichtlichen Materiale nicht erweisen. So oft er vorkommt, geschieht es, so weit mir bis jetzt bekannt ist, nur als „Bruder“, und schliesslich als Kommendator von Tempelburg. Dies spricht dafür, dass er seit 1336 nicht mehr Kommendator von Goslar war. Freilich ein Nachfolger ist erst für das Jahr 1351 bekannt.