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Die Bestände des Geheimen Staats-Archives. 139
zeitlich geordnet, denen bisweilen literarische Angaben beigefügt sind. Die Namen finden sich in den alphabetischen Gesamtverzeichnissen der Urkundenrepertorien.
In den Dienstacten. Repertorien No. IV. C. A. Vol. 1 befindet sich ein „Verzeichniss der Briefe, so in einer Laden befunden werden“ aus dem 16. Jahrhundert, beginnend 1216 bis 1527. Diese ziemlich zahlreichen Regesten müssen noch näher untersucht werden; es scheint sich dabei um grossentheils verlorene Urkunden zu handeln, die namentlich für Polen und Schlesien und die dortigen Ordensverhältnisse im 13. und 14. Jahrhundert wichtig sind.
In König, Gesch. des St. Johanniter-Ordens (Geh. St.-A. Rep. 92, König 327) findet sich S. 551 ein Verzeichniss von Urkundenregesten mit dem Jahre 1100 beginnend; für welches das damalige Ordens-Archiv, das Geh. Staats-Archiv, die Dregersche Sammlung und die Druckwerke benutzt sind.
Die Lehns kopiare. (Provinz Brandenburg. Repositor 9.) Die Lehns kopiare (Copialbücher), 37 Bände, die Zeit von (1435) 1491 bis 1811 umfassend; enthalten Besitzurkunden, Lehns- und Leibgedingsbriefe, Consense, Confirmationen, Obligationen, Primarien, Expectanzen, nach der Folge der Herrenmeister eingetragen. Die Schriftstücke sind in der Mehrzahl von den Herrenmeistern, später auch von der Ordensregierung einer- und den Empfängern anderseits ausgestellt. Sie beginnen im ersten Bande mit den Erlassen des Herrenmeisters Georg von Schlaberndorf, und sind in der Zeitfolge, doch nicht in strenger Ordnung, weitergeführt. Geschrieben sind sie von verschiedenen Händen. Jeder Band trägt zur leichteren Uebersicht auf der Rückseite den Namen des oder der darin enthaltenen Herrenmeister und das Anfangs- und Schlussjahr der betreffenden Jahrgänge. Für Local-, Adels- und Culturgeschichte ist die Sammlung wichtig. Mehrere Repertorien machen sie nutzbar.
No. 1. Georg von Schlaberndorf und Veit von Thümen, Rückenverzeichniss: 1492—1529 (beginnt aber schon 1491). Die Niederschrift wurde wohl 1502 angefangen. No. 2. Joachim von Arnim und Thomas Runge. 1544—1546. No. 2a. 1527—1544. Neumark (Veit von Thümen). No. 3. Thomas Runge. 1545—1564. No. 4. Franz Neumann. 1564—1566. No. 4a. 1569—1592. Neumark (Graf Martin von Hohenstein). No. 4b. Graf Martin von Hohenstein. 1570—1604. Besteht aus