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166 Urkunden und Acten der Ballei Brandenburg. Gymnasium. Der Ordensrath König berichtet in seiner Geschichte des Johanniter-Ordens (Geh. St.-A. Rep. 92, König 327) S. 594: eine Anzahl Johanniter-Urkunden befänden sich in der ungedruckten Urkundensammlung des sel. Herrn v. Dreger, welche nach dessen Tod der Minister Hertzberg erwarb und sie dann durch Testament dem Königl. Gymnasium zu Stettin zum Eigenthum vermachte. Stockholm. Reichs-Archiv. Bei den Berührungen, die Schweden im 30jährigen Kriege und durch seine vorpommerschen Besitzungen mit dem Johanniter-Orden hatte, ist anzunehmen, dass sich im Staats-Archive Materialien befinden, die für den Orden in Betracht kommen. Warschau. Haupt-Archiv des polnischen Reichs. Bei den Beziehungen des Johanniter-Ordens zu Polen ist zu erwarten, dass sich darüber Schriftstücke in Warschau vorfinden, wenn sie nicht verloren gegangen oder anderswohin gekommen sind. Vergl. vorn S. 133 unten. Wolfenbüttel. Landes-Haupt-Archiv. Nach Angabe des Herrn Archivdirectors Dr. Zimmermann und derjenigen in Delaville le Roulx, Cartulaire général de l’ordre des Hospitaliers I, p. CCXII befinden sich im Landes-Haupt-Archive, unter der Bezeichnung Johanniterorden, eine kleinere Abtheilung von 29 Originalurkunden, welche sich auf die Kommende Supplingenburg und den Propstei St. Johann in Braunschweig beziehen, aus der Zeit von 1224—1454, und einige Stücke in anderen Fonds von 1313—1452. Dann sind dort die eigentlichen Acten der Komthurei Supplingenburg von der Mitte des 16. Jahrhunderts bis zum Ende des 18. Sie bieten mancherlei Nachrichten über die Beziehungen der Komthurei zum Orden, so über Theilnahme an den Generalkapiteln, über die Entrichtung der Responsgelder, die Vertheilung der Kosten wegen des vom Orden in Berlin gekauften gräflich Truchsess’schen Hauses, über Beschwerden des Ordens gegen das fürstlich Braunschweigische Haus wegen Contributionsforderungen, über Streitigkeiten wegen Besetzung der Komthurei u. dgl.