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178 Nachträge und Berichtigungen.
S. 33. Ueber Würdenhäufungen vergl. 172 und Zeitschrift für Kirchen-Geschichte XX, S. 11. S. 37. Ueber die Würden des Deutschordens werde ich eingehender handeln in meiner Schrift: „Der Johanniter- und der Deutsche Orden im Kampfe Ludwigs des Bayern mit der Kurie.“ Vieles auch: Zeitschrift für Kirch.-Gesch. XX, 1 ff. Vergl. Voigt, Gesch. des Deutschen Ritter-Ordrderns I, 102, 673. S. 56 Zeile 18 von oben: Für das Emporkommen Gebhards von Bortfelde ist ergänzend heranzuziehen die Urkunde S. 120, wo er 1321 September 29. ebenfalls als Vertreter Pauls von Modena bezeichnet wird. Daraus geht hervor, dass der Werbener und der Bortfelder einige Jahre neben einander die Vertretung besessen haben, was kaum auffallen kann, da es sich nur um persönliche Vertretung handelte, und Paul von Modena nach seinem Gutbefinden deren mehr als eine bestellen konnte. Politisch hervortretend finden wir Gebhard 1318 in Cremen, und zwar einerseits in der Tempelgütersache, andererseits in der Mark. 1321 errang er dann seinen ersten selbständigen Erfolg, ebenfalls in der Tempelgütersache, als es ihm nach, offenbar schwierigen und langen, Verhandlungen gelang, den Herzog Otto von Braunschweig, den früheren Templerkommendator von Supplingenburg zu bewegen, dieses reiche Besitzthum und die übrigen von ihm innegehabten Tempelgüter dem Johanniter-Orden zu überlassen. Seine Stellvertretung Pauls von Modena wird überhaupt wohl wesentlich den sachlichen Untergrund dieser Verhandlungen gehabt haben. Mit dem Erfolge erwarb er sich ein grosses Verdienst um den Orden, welches eine der Stufen zum Vicepräceptorat und Generalpräceptorat geworden ist. S. 64 Zeile 11 von oben. Der deutsche Grossprior führte bisweilen doch ein Ordenssiegel. Zum Jahre 1272 ist das Siegel Heinrichs von Fürstenberg erhalten. Es zeigt den nach links schreitenden heiligen Johannes in Pelz gehüllt, in der Linken die Scheibe mit dem Lamm, am Rande rechts sind noch erkennbar: PALAM; also wohl: „preceptor per Alamanniam“. (Fürstenb. U. B. II, 387). Anders wieder Berthold der Jüngere: er siegelte mit der Henneberger Henne. Näheres an einem anderen Orte. S. 90 Zeile 14 von oben lies statt Hochmeister: Deutschmeister. Näheres über die hier kurz behandelten Dinge werde ich bringen in meiner Schrift: „Der Johanniter- und der deutsche Orden im Kampfe Ludwigs des Bayern mit der Kurie.“ S. 100. Bemerkt mag noch werden, dass ein Johann von Bortfelde Johanniter-Kommendator im preussischen Schöneck war, vergl. z. B. König, Gesch. S. 337; auch dessen Collectaneen. Dieser Johann wird durch Gebhard ins Amt gebracht sein. Es handelt sich um eine ähnliche Familienpolitik im Orden, wie z. B. bei den Hennebergern (S. 174). Am 21. Mai 1314 kommt auf einer Urkunde König Waldemars „frater Egenchardus de Bortvelde cancellarius“ neben Hasso von Wedel vor. Es wird „Gevehardus“ zu lesen sein, so dass der Bortfelder also auch dänischer Kanzler gewesen wäre, wohl in Folge der Lübecker Verhandlungen (Riede B. II, S. 154). S. 116 Zeile 19 von oben lies statt: Compromission an: Compromissional. S. 164. Zwischen Prag und Schwerin ist noch einzuschalten: Rom, Päpstliches Archiv des Vatikans. In den dort erhaltenen ungemein zahlreichen Registerbeständen befinden sich auch Urkunden, die sich auf den Johanniter-Orden und die Gegenden des Herrenmeisterthums beziehen. Manches davon wurde bereits in den Publikationen aus jenem Archive veröffentlicht. S. 172 Zeile 3 von unten. Die Mittheilung, welche mir aus dem Würzburger Kreisarchive gemacht wurde, ist unrichtig; die betreffende Urkunde gehört nicht in das Jahr 1336, sondern 1316, bezieht sich also auf Berthold den Aelteren.