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170 Anhang. anders lautet sie in Rep. 31, 16 des Geh. Staats-Archives: 9) Herman, Markgraf zu Hachberg 1327; 10) Albrecht, Graf zu Schwarzenburg 1330; 11) Berthold, Graf zu Henneberg 1332; 12) Rudolf von Wessmunster 1353.

In seinen Trachten, Kunstwerke und Geräthschaften III verzeichnet Hefner-Alteneck zu dem beregten Grabsteine: Berthold VI. von Henneberg, Prior des Johanniter-Ordens, gestorben am 30. August 1330. Er nennt ihn einen Sohn des Grafen Berthold V., Stifters der Henneberg-Schleusinger Linie. N. Niedermeyer, Kunstgeschichte der Stadt Wirzburg 191, spricht von dem Denkmale als dem „merkwürdigsten Rittersteine von Wirzburg“, der Dargestellte „erscheint mehrfach als Johanniter-Prior in Urkunden“. Der Katalog des Bayerischen Nationalmuseums VI, No. 277 berichtet: „Grabmal des Würzburger Johanniterpriors Berthold VI. von Henneberg, gest. 1330.“ Während also die ersten beiden Autoren nur allgemein von einem Johanniterprior wissen, nennt der Katalog ihn genauer einen Würzburger. Das stimmt nun aber nicht zu den angeführten Listen, welche von einem Johanniterprior für Deutschland wissen, über dessen Sterbejahr sie verschiedene Angaben machen.

Eingehender hat sich der Frage zunächst der alte Spangenberg zugewandt in „Der sulalten Graven und Fursten zu Henneberg Genealogia“ etc. Er sagt S. 170: „Berthold X. ist nach Absterben Graf Albrechts von Schwarzenburg Prior und Meister der Johanniter-Heuser in Polen, Behemen, Mehrem und Oster-Reich und Compthur zu Schleusingen, auch etlicher anderer Heuser mehr imm Frankenlande worden.“ Der Verfasser giebt dann ein Regest zum Jahre 1290, zwei zu 1318 und verzeichnet nach unserm Grabsteine Bertholds Tod zum 25. Januar 1330. — Auf S. 192 weiss Spangenberg von dem jüngeren Berthold, dass er durch Beforderung seines Vetters Graf Berthold IX., des Komthurs zu Schleusingen, in den Orden der Johanniter gebracht, zunächst nach Kundorff, dann so befördert, dass er auch Komthur zu Schleusingen wurde. Zum Jahre 1339 wird er als Zeuge angeführt. Zu 1356 heisst es, dass dieser Komthur in eine Begabung willigte, die seines Bruders Sohn Heinrich XIII. dem Kloster Wessera machte.

Aehnlich so hat auch Schulte, Geschichte des Hauses Henneberg II, 212 als Söhne Bertholds V.: Berthold VI. (IX), Prior des Johanniter-Ordens, der 1330 starb, und Berthold VII. (X) Graf von Henneberg, der bekannte Berather König Ludwigs des Bayern. Dieser hatte wieder Söhne und zwar Heinrich VIII. (XII), Grafen von Henneberg, und Berthold XI. (XIII), Kommenthur zu Kühndorf, starb 1411.¹) ¹) Vergl. auch Schulte II, 8, 55.