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Die Bestände des Geheimen Staats-Archives. 137 werth des Repertoriums, denn sie füllen fast den ganzen Band und zwar wurde von ihnen verzeichnet: Vor- und Zuname des Ritters. Wann und wo geboren. Wurde expectiviret. Wurde investiret. Auf die Kommende. Charakter (Titel, Rang) des Vaters. Charakter des Ritters. Ort von dessen Aufenthalt. Abgang, wo und wann. — Die Namen reichen von 1728 bis 1810. Am Schlusse steht ein alphabetisches Namensverzeichniss.

Ein zweites ähnliches Verzeichniss stammt aus dem Nachlasse des Prinzen August, 1844. d) Repertorium von den Documenten. (Vgl. S. 138 bei „Urkunden“). e) Repertorien von den Lehns-Acten. Vol. I, II, III. (Vgl. S. 141 bei „Lehnskopiare“). f) Acten-Repertorien. Vol. I—V. Für Gruppe A und „Repertorium des Johanniter-Ordens“ für Gruppe B. (Vgl. S. 148 bei „Actenstücke“). g) Repertorien zu den Ahnentafeln. 3 Bände, Vol. VI—VIII. (Vgl. S. 149 bei „Ahnentafeln“). h) General-Nachweisung der Repertorien des St. Johannis-Ordens-Archivs zu Sonnenburg. (Rep. 31, No. 23 C.) i) Diarium. 18. Jahrh. Nach Kommenden.

Urkunden. 1. Urkunden-Abtheilung. Die Urkunden (im engeren Sinne) unterscheiden sich von anderen Actenstücken nur durch den Beschreibstoff. In der älteren Zeit wurde auf Pergament geschrieben, bis mehr und mehr das billigere Papier aufkam. Als dieses bereits herrschte, behielt man noch Pergament für wichtigere und feierlichere Erlasse bei, freilich in stets abnehmender Anzahl.

Im Sonnenburger Archive wurden alle „Documente“ in Kasten aufbewahrt, gleichviel ob sie auf Papier oder auf Pergament geschrieben waren. Da sich im Geh. Staatsarchive eine eigene Urkunden-Abtheilung befindet, so wurden hier auch die Pergamenturkunden des Ordens von den auf Papier geschriebenen Acten gesondert. Jenes sind ungefähr 950 Stück, welche zusammengefaltet in Pappkästen aufbewahrt werden, die Siegel gewöhnlich durch eine runde Pappschachtel geschützt.

Von diesen Pergamenturkunden gehören 50 Stück dem alten Templeorden an, die mit dessen Besitzungen auf die Johanniter übergingen. Die Templerurkunden reichen von 1229 bis 1321, einige nachträgliche Bestätigungen noch weiter zurück. — Die eigentlichen